Die Pfarrei Seliger Johannes Prassek befindet sich in einer strukturellen Neuausrichtung, die direkte Auswirkungen auf alle ihre Gemeindestandorte hat. Um die Zukunftsfähigkeit der Pfarrei langfristig zu sichern, wurde das Immobilienkonzept umgesetzt, das eine klare Differenzierung in Primär- und Sekundärstandorte vorsieht.

Hintergrund der Neuregelung
Die grundlegende Anforderung, eine solche Klassifizierung vorzunehmen, kam vom Erzbistum Hamburg. Die finanzielle Lage erforderte dringendes Handeln: Ohne eine solche Restrukturierung und die damit verbundene Optimierung der Immobilienlasten wäre die Pfarrei spätestens bis zum Jahr 2028 von einer Insolvenz bedroht gewesen.
Der Entscheidungsprozess
Dieser Prozess wurde über mehrere Jahre hinweg von der Pfarrlichen Immobilienkommission (PIK) begleitet, die detaillierte Bewertungen der Standorte vornahm. Es ist wichtig zu betonen, dass die PIK lediglich eine Empfehlung aussprach; die finale Entscheidung oblag dem Kirchenvorstand. Erst durch den Beschluss des Kirchenvorstands am 13. November 2025 wurde die verbindliche Eingruppierung der jeweiligen Gemeindestandorte mit Wirkung zum 1. Januar 2026 festgesetzt. Für die Mitglieder des Kirchenvorstands war dies eine verantwortungsvolle, aber keineswegs leicht zu treffende Entscheidung.
Auswirkungen auf den Standort Mariä Himmelfahrt
Seit dem 1. Januar 2026 ist die Gemeinde Mariä Himmelfahrt offiziell als Sekundärstandort eingestuft. Dies hat weitreichende Konsequenzen für die Finanzierung:
Keine Kirchensteuermittel für Unterhalt: Für die Gebäudeunterhaltung von Sekundärstandorten werden keine Kirchensteuermittel mehr bereitgestellt.
Vollständige Eigenverantwortung: Die Pfarrei übernimmt keine laufenden Kosten mehr für den Betrieb des Gebäudes oder die Finanzierung des Gemeindelebens an diesen Standorten. Das bedeutet, dass sämtliche Betriebskosten und Aufwendungen für die Instandhaltung zukünftig vollständig aus anderen Mitteln getragen werden müssen.
Die Notwendigkeit des Fördervereins „Miteinander für Mariä Himmelfahrt e.V.“
Vor diesem Hintergrund ist die Rolle des Fördervereins „Miteinander für Mariä Himmelfahrt e.V.“ von existenzieller Bedeutung für den Erhalt unseres Standortes. Da die offizielle Finanzierung durch die Pfarrei entfällt, bildet der Verein das notwendige Fundament, um die laufenden Kosten für das Gebäude und das Gemeindeleben in Rahlstedt nachhaltig zu sichern.
Die Arbeit des Vereins ermöglicht es, den Standort als Ort der Begegnung zu bewahren, notwendige Investitionen zu tätigen und sicherzustellen, dass das Gemeindeleben trotz der veränderten Rahmenbedingungen lebendig bleibt. Durch Mitgliedsbeiträge und Spenden übernehmen wir als Gemeinschaft die Verantwortung, die nun notwendig ist, um die Zukunft von Mariä Himmelfahrt aktiv zu gestalten.
